Hämorrhoiden

Radiowellenbehandlung – Wann lohnt sich die Behandlung?

Die häufigste Ursache, warum ein Proktologe aufgesucht wird, sind Hämorrhoiden. 50.000 Deutsche müssen sich jährlich aus diesem Grund operativ behandeln lassen und jeder zweite Bundesbürger wird oder war bereits wegen Hämorrhoiden in Behandlung. Es ist eine Volkskrankheit. Hämorrhoiden sind Gefäßpolster, die den Enddarm abdichten. Wenn man die Hämorrhoidalknoten entfernen würde, würde man Inkontinent sein. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Graden an Hämorhoiden.

1.Grad: Hämorrhoiden des ersten Grades hat jeder Mensch, dies sind Hämorrhoiden in normaler Größe. Sie sind nur sichtbar, wenn ein Proktologe mit dem entsprechendem Gerät hineinschaut. Probleme gibt es dort nur wenige. Zum Beispiel können beim zu starkem pressen schmerzlose Blutungen auftreten. Sonstige Beschwerden bleiben jedoch aus.

2.Grad: Bei Hämorrhoiden des zweiten Grades sprechen wir von akuten Beschwerden. Man sieht zunächst von außen nichts, sondern erst wenn der Betroffene presst. Dann kommen die Hämorrhoiden raus, gehen aber nach dem Stuhlgang wieder rein. Hier tritt auch das erste Mal Jucken und Brennen auf. Das entsteht, weil die Schleimhäute schleimen und sich um die Afterzone und im Analkanal eine Feuchtigkeit bildet und so ein Fremdkörpergefühl entsteht.

3. Grad: Bei Grad drei kommen die Hämorrhoidalknoten komplett aus dem Körper raus und verweilen dort. Teilweise gehen sie mit der Zeit zurück oder der Betroffene drückt sie wieder rein. Das ist ein fortgeschrittenes Problem, was meist in Schmerzen und analen Blutungen resultiert. Ein Druckgefühl entsteht, vor allem dann, wenn das Blut nicht abfließen kann. Es kann zu einer Hämorrhoidal Thrombose kommen.

4.Grad: Von Grad vier sprechen wir, wenn die Hämorrhoiden ganz draußen sind. Dabei können dieselben Symptome wie bei Grad drei auftreten. Patienten berichten häufiger von dem Problem ihren Stuhl nicht mehr einhalten zu können. Der Verschluss ist zudem Zeitpunkt nicht mehr ganz Intakt.

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Sport machen mit Hämorrhoiden 

Oft stellt sich die Frage, ob man mit Hämorrhoiden Sport machen darf. Normalerweise sollte diese Frage mit „Ja!“ beantwortet werden. Da dies aber nicht immer der Fall ist, würde ich einmal erklären, wann man auf keinen Fall Sport treiben sollte.

Der Fall tritt ein bei akuten Schmerzen, Entzündungen, sowie akuten Hämorrhoiden bei den die Hämorrhoiden rausgerutscht und nur noch mit dem Schließmuskel abgebunden werden. Zudem sollten man sich zurückhalten, wenn man vor kurzer Zeit an den Hämorrhoiden operiert wurde. Dennoch sind leichte körperliche Betätigungen in solchen Fällen absolut in Ordnung.

Generell sind Sportliche Betätigungen sehr gut für die Hämorrhoiden, denn regelmäßiger Sport regt die Darmtätigkeit an. Die Wahrscheinlichkeit einer Verstopfung, die zu Hämorrhoiden führt, wird geringer. Bei schweren Gewichten (Langhantel etc.) sollte man aber aufpassen. Die Hämorrhoiden könnten rausrutschen, da der Beckenboden noch nicht richtig trainiert ist. Zudem kann Schleimhaut ausgepresst werden. Deswegen sollte man auf Technik achten und Gewichte langsam steigern. Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen, jedoch sollte man sich etwas vorsichtig verhalten.

Hämorrhoiden – Behandlungen

Es gibt verschiedene konservative Therapien um Hämorrhoiden zu behandeln. Zum einen können Hausmittel bei Hämorrhoidalleiden helfen. Sie lindern Symptome zwar nicht, aber Sie tragen zur Verkleinerung  der Knoten und Größe der Hämorhoiden bei.

1. Stuhlregulation: Der Patient muss hier einige Dinge lernen an die er sich halten muss. Zunächst sollte man Verstopfung vermeiden und sich vor allem Ballaststoffreich ernähren. Das heißt 80% der Kost sollte pflanzlich sein, viele Faserstoffe und Nahrungsergänzungsmittel (Flohsamenschalen, Weizenkleie, Chiasamen) enthalten. Dadurch wird eine höhere Stuhlmenge produziert und der Stuhl wird weicher. Häufig gehen die Symptome nur durch eine Ernährungsumstellung weg.

2. Das richtige Verhalten auf der Toilette: Sie sollten nur dann auf Toilette gehen, wenn Stuhldrang verspürt wird (aber nicht zu lange warten). Zudem sollten Sie nicht pressen, Stuhl sollte von allein reflektorisch rauskommen.

3. Benutzen Sie Substanzen die gerbend wirken: Die Schleimhäute sollten beruhigt werden. Dabei helfen Sitzbäder mit Kamille oder Tannolact.

Eine weitere Form der Therapie sind Salben oder Zäpfchen mit Wirkstoff Hamamelis „indische Zaubernuss“.

Radiowellenbehandlung

Radiowellenbehandlung kurz erklärt.

Die Methode stammt aus der Behandlung von Krampfadern, man hat aber dabei gemerkt, dass die Radiowellen bei Ablation ins Gewebe die Moleküle schwingen lassen. Dadurch entsteht eine Reibungswärme, die einen positiven Effekt auf das Gewebe vorweißt.

Ob diese Therapie für Sie in Frage kommt, muss individuell entschieden werden. Man kann auch mit einer sanften Therapie starten und diese dann ins invasive vertiefen.