Mein Weg zur Proktologie - Dr. Eduard Karsten klärt auf!

Mein Weg zur Proktologie

-Dr. Eduard Karsten klärt auf!

Was habe ich vor der Selbstständigkeit gemacht?

Im heutigen Beitrag soll es darum gehen, wie mein Weg zur Proktologie und zur eigenen Praxis ausgesehen hat. Mein Kameramann Niklas hat mich dazu interviewt und mir Fragen zu meiner Lebensgeschichte gestellt.

Ich habe bei der Bundeswehr studiert und eine Ausbildung in der allgemeinen Chirurgie gemacht. Im Rahmen dessen habe ich drei Jahre lang in der Unfallchirurgie und -orthopädie gearbeitet. Währenddessen hat sich bei mir eine Faszination für Bäuche und die damit verbundenen Krankheitsbilder entwickelt. Zwar war die Proktologie schon in dieser Zeit mein Steckenpferd, sie zu meinem Beruf zu machen war allerdings nie der Plan. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich ebenfalls lange Zeit als Truppenarzt gearbeitet. Dabei war ich sogar zwischenzeitlich bei Außeneinsätzen bspw. in Afghanistan.

Nach der Entscheidung, die Bundeswehr nach einigen Jahren zu verlassen, stand ich vor der Frage, wie es medizinisch für mich weitergehen sollte. Für mich wurde klar, dass ich nicht nur medizinisch tätig sein, sondern auch mein eigenes Ding machen wollte. Darum bin ich dann in einem Krankenhaus in Recklinghausen gelandet. Dort bin ich dann in die Proktologie gekommen. Diese proktologische Abteilung in Recklinghausen ist in Deutschland etwas Einmaliges. Hier wurde ich dann als Facharzt bzw. als Weiterbildungsassistent angestellt und konnte so sehr viel Expertise erlangen. Nach einigen Jahren kam dann aber die Entscheidung, in eine eigene Praxis zu gehen.

Proktologie in Recklinghausen

Im Krankenhaus in Recklinghausen war ich ca. zwei Jahre lang in der Proktologie tätig. Es war aber kein wirklicher Zufall, dass ich dort gelandet bin. In der allgemeinen Chirurgie hat man sehr viele Möglichkeiten, um gut zu arbeiten. Wenn man zu einem Arzt geht, möchte man jedoch einen Facharzt haben. Daher bleibt es nicht aus, sich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren. Im Rahmen der Orientierung habe ich mir sehr viele Sachen angeschaut und bin dann schließlich in der Proktologie hängen geblieben.

Ich habe mich von Anfang an in der Proktologie sehr wohl gefühlt. Diese Vielfalt der Proktologie hat mir einfach sehr gefallen und auch das Team war sehr toll. Ich habe in dieser Zeit in Recklinghausen sehr viel gelernt, wodurch mich die Proktologie schlussendlich richtig geflasht hat.

Proktologie in der eigenen Praxis

Irgendwann hat sich dann die Möglichkeit ergeben, eine Praxis zu übernehmen. Mein Vater hatte in Wuppertal eine ganz kleine proktologische und chirurgische Praxis. Dort habe ich zunächst zwei Tage die Woche gearbeitet. Die anderen drei Tage war ich weiterhin im Krankenhaus in Recklinghausen tätig, da ich dort eigentlich nicht wegwollte. In dieser Zeit habe ich dann gemerkt, dass die Arbeit in einer Praxis ganz andere Herausforderungen hat. Dann hat es sich schlussendlich ergeben, dass ich die Praxis übernehmen konnte. Ab diesem Zeitpunkt habe ich die Praxis dann so verändert und verbessert, bis sie zu mir passte. Ich habe gemerkt, dass die eigene Gestaltung und Organisation unglaublich befriedigend war und ich wirklich etwas entstehen lassen konnte.

Der Umzug

Nach ein paar Jahren stand dann die Erweiterung der Praxis bzw. der Umzug an. Ich suchte mir die heutige Praxis am Wall aus. Hier bekam ich die Möglichkeit, die Räume und das ganze Drumherum so zu gestalten, wie ich es wollte. Ich habe alles selbst geplant, was mir sehr viel Spaß bereitet hat.

Irgendwann kamen dann weitere Kollegen dazu und das Team der Praxis wuchs. Es kam dann eins zum anderen. Mittlerweile sind wir schon ca. sieben Jahre hier in der Darmpraxis Wuppertal in der Proktologie und Chirurgie tätig.

Proktologie auf Social Media

Irgendwann kam dann ein Flyer von meinem heutigen Kameramann Niklas zu mir und ich begann damit, die Proktologie und meine Arbeit in die sozialen Medien zu bringen. Mittlerweile haben wir uns sowohl auf YouTube als auch auf Instagram und Facebook eine große Community aufgebaut, wofür ich sehr dankbar bin.

Wieso ich mit Social Media angefangen habe, hat etwas mit der Sichtbarkeit zu tun. Dieser Schritt war zwar sehr schwierig, aber mittlerweile ist er irgendwann notwendig. In Deutschland bekommt man als Patient überall ungefähr denselben Service. Wir Mediziner haben alle ungefähr dasselbe gelernt. Man kann also nur herausstechen, wenn man wirklich gut in seinem Bereich ist. Das passiert aber nur durch Erfahrung. Und um Erfahrung zu sammeln, benötigt man Patienten. Wenn jedoch niemand weiß, dass es dich und deine Praxis gibt, kannst du auch keine Erfahrung sammeln.

Bei uns hat die Sichtbarkeit sogar dafür gesorgt, dass wir sehr viele Anschreiben bekommen und sich sogar Leute aus Fernost bei uns melden. Auch können sich die Patienten schon vorab ein Bild von mir machen und ein gewisses Vertrauen aufbauen. Dieser Schritt war für uns ein voller Erfolg und wir freuen und auf das, was in Zukunft noch ansteht.

Auf meinem YouTube Kanal finden sie auch ein Video zum Thema neues Medikament für Colitis ulcerosa. Ich würde mich freuen, wenn sie auch dort einmal vorbeischauen würden.