Fertiggerichte - Finger weg! - Dr. Eduard Karsten erklärt

Fertiggerichte – Finger weg!

-Dr. Eduard Karsten klärt auf!

Essen Sie keine Fertiggerichte

In meiner Praxis habe ich vor Kurzem die Frage erhalten, ob man Fertiggerichte ohne Probleme essen kann. Schon vorab kann ich ganz klar sagen: nein, können Sie nicht. Fertiggerichte bzw. das bekannte Mikrowellenessen sind langfristig gesundheitsschädlich. Ihre Ernährung sollte so natürlich wie möglich gestaltet sein. Eine gute Faustregel dafür ist: Alles was wächst und sich bewegt, können Sie zu sich nehmen. Was es genau mit dem Fertigessen und dessen Risiken auf sich hat, soll dieser Beitrag zeigen.

Das ist das Problem

Das größte Problem bei dieser Art der Lebensmittel ist das Fehlen von wichtigen Mikronährstoffen. Die Gerichte werden in der Fabrik verarbeitet, erhitzt, Zucker und gesättigte Fette werden hinzugefügt, wie auch Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe und Konservierungsmittel. Durch die thermische Aufbereitung der Produkte, also durch die Haltbarmachung, gehen unglaublich viele sensible Mikronährstoffe verloren. Dabei sind gerade diese Mikronährstoffe für unseren Körper extrem wichtig, um ein gesundes Leben zu gewährleisten. Problematisch sind aber auch die enorme Dichte an ungesunden Fetten und die Menge an Zucker bzw. Kalorien. Auch beinhalten die Fertiggerichte nahezu keine Ballaststoffe.

Was gehört zu den Fertiggerichten?

Fertigprodukte sind sehr weit verbreitet und häufig denkt man gar nicht daran, dass ein solches Produkt vor einem liegt. Zu diesen Produkten gehören beispielsweise Chips, Limonaden, Fruchtsäfte aus dem Tetrapak und süße Getränke. Auch verarbeitetes, gepökeltes und bereits erhitztes Fleisch gehört dazu. Außerdem sind auch Konserven und die gesamte Palette an Fertiglebensmitteln, die in der Mikrowelle zubereitet werden, ein Teil dieser Kategorie.

Spannende Studien zum Thema Fertiggerichte

Um besser über dieses Thema berichten zu können, habe ich mich ein wenig in die Literatur eingelesen und sehr spannende Studienergebnisse entdeckt. Hierbei geht es aber nicht um punktuelle Studien, sondern um sogenannte Metastudien. Es wurden Tausende Menschen viele Jahre lang in ihrem Leben begleitet und notiert, wie häufig sie welche Lebensmittel zu sich nahmen. Auch die daraus entstandenen Risiken und Erkrankungen wurden notiert und analysiert.

Bei den Ergebnissen wurde deutlich, dass durch die langfristige Einnahme von diesen Fertiggerichten ein erhöhtes Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen entsteht. Aber auch die Gefäßerkrankungen im Allgemeinen wie auch Fettleibigkeit, Diabetes und chronisch-entzündliche-Darmerkrankungen treten bei diesen Menschen sehr viel häufiger auf. Solche Studien sollten eine Warnung an all diejenigen von uns sein, die sich ebenfalls regelmäßig von industriell hergestellten Lebensmitteln ernähren.

Die Rolle des Marketings

Manchmal spielt das Marketing der Hersteller solcher Produkte in die Kauf- und Konsumentscheidung mit rein. Auf den Verpackungen steht immer wieder, dass es sich um hochwertige, qualitative und vor allem nährstoffreiche Produkte handelt. Dies ist durch die industrielle Herstellung jedoch definitiv nicht möglich. Merken Sie sich einfach: Ernähren Sie sich mit gesunden und frischen Lebensmitteln. Ein frisches Essen später in der Mikrowelle erneut zu erwärmen ist auch kein Problem. Zwar gehen dabei auch ein paar Nährstoffe verloren, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es bei den industriell hergestellten Fertiggerichten der Fall ist. Achten Sie auf Ihren Körper, er wird Ihnen später danken.

Auf meinem YouTube Kanal finden sie auch ein Video zum Thema Juckreiz am After. Ich würde mich freuen, wenn sie auch dort einmal vorbeischauen würden.