Ernährung bei chronischer Verstopfung - Dr. Eduard Karsten erklärt

Ernährung bei chronischer Verstopfung

-Dr. Eduard Karsten klärt auf!

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Chronische Verstopfung – das ist zu beachten

Aktuell beschäftige ich mich in meinen Beiträgen sehr intensiv mit dem Thema Verstopfungen. Im letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, was man zusätzlich zur Ernährung machen kann, um eine Verstopfung vorzubeugen. Im heutigen Beitrag soll es aber um genau dieses Ernährungsthema gehen. Wie sieht die richtige Ernährung bei einer chronischen Verstopfung aus?

Natürlich ist es extrem wichtig, dass man sich mehr bewegt, wenn man an Verstopfungen leidet. So wird die Verdauung positiv beeinflusst. Jedoch muss zusätzlich dazu natürlich auch das Richtige in den Körper reinkommen. Daher ist es bei einer chronischen Verstopfung essenziell, sich mit der richtigen Ernährung auseinanderzusetzen. Zunächst muss allerdings gesagt werden, dass die Ernährungsempfehlungen immer individuell je nach Patient gestaltet werden müssen. Daher gibt es keine generalisierten Empfehlungen. Jedoch kann ich an dieser Stelle Ernährungstipps geben, die den meisten Patienten bislang sehr gut geholfen haben.

Obst und Gemüse sind essenziell

Als erstes ist wichtig, dass man fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt. Auch sollte man darauf achten, dass sich dieses wie folgt zusammensetzt: dreimal Gemüse und zweimal Obst. Vor allem bei Getreidemahlzeiten wie Brot oder Nudeln sollte zusätzlich frisches Obst und Gemüse zu sich genommen werden.

Ballaststoffe sind kein Ballast

Ebenfalls ist es sehr wichtig, dass die Ernährung ballaststoffreich ist. Bei einer bestehenden Verstopfung sollte die Menge an Ballaststoffen langsam gesteigert werden. Am Ende sollte eine Richtgröße von ca. 35 Gramm Trockensubstanz erreicht werden. Bei den Ballaststoffen gibt es zwei verschiedene Arten – die löslichen und die unlöslichen Ballaststoffe. Die löslichen sorgen beispielsweise für das Ausdehnen der Darmwände, wohingegen die unlöslichen Ballaststoffe für die Konsistenz des Stuhls verantwortlich sind.

Zusätzlich dazu sind auch Nahrungsergänzungsmittel wie Weizenkleie oder Flohsamenschalen sehr zu empfehlen. Ca 10 bis 30 Gramm zusätzlich am Tag können gegen eine Verstopfung helfen. Da dadurch immer wieder Blähungen entstehen können, ist hier zu erwähnen, dass frische Sauermilchprodukte wie Joghurt gegen diese Blähungen helfen können. Allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Fruktose zu sich genommen wird. Ebenfalls ist auch zu empfehlen, zweimal die Woche fetten Seefisch zu essen. Eine Makrele beispielsweise beinhaltet sehr viele Omega-3-Fettsäuren, die gegen eine Verstopfung helfen können. Auch auf die ausreichende Einnahme von Flüssigkeit ist stets zu achten. Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser sollten am Tag getrunken werden.

Darauf sollten Sie verzichten

Auf bestimmte Nahrungsstoffe sollte auch besonders geachtet werden. Beispielsweise sollte die Ernährung nicht zu proteinhaltig sein. Auch wenn die Eiweiße in den Lebensmitteln sehr wichtig für die Verdauung sind, sollte nicht zu viel davon zu sich genommen werden. Auch raffinierte, also industriell hergestellte Kohlenhydrate sind ebenfalls nicht fördernd, wenn man eine Verstopfung verhindern möchte.

Auf meinem YouTube Kanal finden sie auch ein Video zum Thema Maßnahmen bei Verstopfung. Ich würde mich freuen, wenn sie auch dort einmal vorbeischauen würden.